Ruhpoldinger Klopferernächte „Vor jedem Haus singa und Glückwünsche bringa…“

(Artikel vom 19.12.2023 im Traunsteiner Tagblatt)

Die Miesenbacher Klopferer marschierten vor Weihnachten wieder von Haus zu Haus. Unter anderem auch zum „Maiergschwendter Hof.“ Da steht praktisch die Wiege des Miesenbacher Trachtenvereins, denn dort, bei der Familie Zeller, reifte vor über 130 Jahren der Entschluss, einen Gebirgstrachten-Erhaltungsverein zu gründen.

Auch nach dieser langen Zeit sind die Ruhpoldinger Trachtler nach wie vor im Sinne der Gründerväter auf dem Weg. Heuer mit dem Debütanten „Apollo 13“, der sich mit seiner Eselkollegin „Uschi“ froh und munter in das illustre Ensemble aus Volker Schweidler, Robert Schneider, Tom Schmied und Ernst Meisl einfügte. Trotz seines verhängnisvollen Namens steht „Apollo 13“ in alpenländischer Tradition als „Anklöpfelesel“ für Glück und reiche Ernte im neuen Jahr.

21. Eselrennen in Holzhausen

Am Pfingstsonntag hieß es ab Mittag wieder auf geht´s zum Eselrennen. Nach dem Mittagstisch versammelten sich die Rennteilnehmer der Esel-Racingteams  auf der Festwiese um das schnellste Team aus Esel und Antreiber in mehreren Läufen zu ermitteln. Esel „Uschi“ belegte mit ihrem Team Flo & Flo den dritten Platz. Favorit „Apollo 13“ wurde mit seinem Team Felix und David in der Entscheidungsrunde disqualifiziert, da er die Ziellinie nicht erreichte.

Der Rennstall „Scuderia Holneich“ hat einen Pokal, eine Medaillie und 50€ für die Stallkasse mit nach Hause gebracht.

„Osterdorf 2023“ – Palmsegnung und Friedensprozession durchs Dorf

Palmsegnung 01. April 2023 16:30 Uhr

Insbesondere für Familien gab es am Vorabend des Palmsonntags eine Feier des Einzugs Jesu in Jerusalem. Treffpunkt war im Kurpark Ruhpolding. Hier wurden die mitgebrachten Palmbuschen und Palmzweige gesegnet. Anschließend gab es eine Friedensprozession durch das Dorf hinauf zum Pfarrhof am Kirchberg, wo die Feier mit einem abschließenden Gebet endete. Die Palmzweige, mit dem Jesus als König des Friedens begrüßt wurde, sind auch ein Zeichen für den Frieden. So sollte der gemeinsame Zug mit den Palmzweigen auch ein Zeichen für das Gebet um den Frieden sein. Musikalisch begleitet wurden die Feier und der Zug durch die Trachtenkapelle D’Miesenbacher Ruhpolding. Tierisch begleitet durch die beiden Esel Uschi und Elsa.

Uschi und Elsa beim Klöpfln

(Artikel vom 17.12.2022 im Traunsteiner Tagblatt)

Auch heuer machen sich die Miesenbacher Trachtler auf den Weg, um mit zwei Anklöpfel-Eseln weihnachtliche Grüße zu überbringen. Im schwierigen Corona- Advent hat man heuer begonnen, den alten Brauch unverfälscht und ursprünglich neu aufleben zu lassen: Bettelnde „Kloahäusler“, die wegen ihrer Armut unerkannt bleiben möchten, ziehen durch den Ort. Die beiden Esel Uschi und Elsa, sowie das kleine Schauspiel unter der Leitung von Volker Schweidler sorgte vor den Haustüren immer wieder für Überraschung und Erstaunen, Freude und Rührung. Die erhaltene Almosen werden an soziale Einrichtungen weitergeleitet. Die Esel haben sich ihre Abendbrotzeit verdient.

Eselwandern – Förderverein Grundschule Surberg

(Gemeindeanzeiger Surberg 09/22)

Wie ticken Esel? Und warum hält man sie für stur, wenn sie doch eigentlich so schlau sind? Dies und noch viel mehr erfuhren 20 Kinder, die am Eselwandern in Holneich teilgenommen haben.

Organisiert hatte diesen Programmpunkt im Ferienprogramm der Förderverein der Grundschule Surberg. Beim ersten Termin fiel das Wandern leider aus, weil einer der Esel lahmte. „Und wenn einer nicht richtig geht, gehen alle nicht“, erklärte Elke Hofmann von den Wanderwelten Chiemgau.

Das sei so in einer Herde. Die Kinder hatten dafür ausführlich Zeit fürs Striegeln, Stall sauber machen, Füttern und Spielen. Beim zweiten Termin klappte es mit dem Wandern und die Kinder waren begeistert von dem Ausflug mit Uschi, Toni, Elsa und Apollo 13.

Karwoche eingeläutet

Kirchliche Feier in Ruhpolding

(Artikel vom 12.04.2022 im Traunsteiner Tagblatt)

Ruhpolding – Trotz Wetterkapriolen mit Schneegestöber und winterlichen Temperaturen ließen sich die Gläubigen am Palmsonntag nicht davon abhalten, in Erinnerung an den triumphalen Einzug Jesu in Jerusalem gemeinsam hinauf zur Pfarrkirche St. Georg zu ziehen. Die Kirchgänger wurden mit dem majestätischen Satz „Lobt den Herrn alle Welt“ von Henry Purcell empfangen. Pfarrer Otto Stangl zelebrierte im Beisein von Patoralreferent Georg Gruber und Ruhestandsdiakon Josef Eixenberger das feierliche Hochamt. Die vorangegangene Palmweihe vor dem Pfarrzentrum hatten die Rauschberger Alphornbläser begleitet. Elisabeth Forstmaier, Gisela Hunklinger und Pfarrer Otto Stangl rezitierten im Wechsel den bekannten Text aus dem Lukas-Evangelium. Der liturgische Ablauf wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Monika Schmidt mit Werken aus verschiedenen Epochen musikalisch umramt.

Bereits am Samstag hatte die gut besuchte Segnungsandacht im Kurpark die Karwoche eingeläutet, in deren Verlauf in Gedanken und Gebeten eindringlich an den Frieden in der Welt appeliert wurde. Unterstrichen wurde dieser Wunsch anschließend mit einer stattlichen Friedensprozession durch das Dorf, die die Ministranten und die Trachtenkapelle D´Miesenbacher unter der Leitung von Georg Baumgartner anführten.

Klopferer mit tierischer Unterstützung

(Artikel vom 23.12.2021 im Traunsteiner Tagblatt)

Ruhpolding – Weil die Menschen weniger rausgehen und Weihnachtsfeiern aufgrund der Pandemie größtenteils abgesagt wurden, überbrachten die Miesenbacher Trachtler ihre Weihnachtswünsche persönlich im Rahmen einer Klopferernacht.

Es hätte sich vor einem Jahr kaum jemand vorstellen können, dass man heuer vor einer nahezu identischen Ausgangssituation stehen würde. Da hilft wohl nur noch, passend zur Adventszeit, das »Prinzip Hoffnung«. Heuer war man unter anderem in den Einöden und Weilern im Brandertal unterwegs. In Tirol ist es übrigens durchaus gebräuchlich, mit sogenannten »Anklöpfeleseln« über die Felder zu springen, um so die Fruchtbarkeit zu erneuern und im nächsten Jahr eine gute Ernte zu ermöglichen.

Die beiden Esel aus Lauter/Holneich, Stute Elsa und Fohlen Uschi, fügten sich bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt mit unglaublichem Rollenverständnis perfekt in die Szenerien vor den Haustüren ein. Die erhaltenen »Almosen« werden für soziale Zwecke verwendet.

Wochenlange Odysee: So geht es Esel Toni nach seiner heiklen Operation

(Artikel vom 23.01.2022 auf Chiemgau24)

Elsa mit Eselbaby Uschi und die zwei Eselmänner Toni und Apollo 13 leben im Stall von Tamara Schweidler und Elke Hofmann. Doch seit zwei Monaten gibt es ein Sorgenkind in der Runde: Toni musste sich einer komplizierten Operation unterziehen.
Bei Tonis Kastration gab es Komplikationen: Ein Gefäß wurde verletzt und der junge Esel wäre fast verblutet. „Die Nachsorge war sehr intensiv, doch die Wunde eiterte und wollte einfach nicht verheilen“, schildert Besitzerin Elke Hofmann gegenüber chiemgau24.de. „Toni hat Husten bekommen, der mit Medikamenten behandelt werden musste. Zu allem Übel hat sich eine Samenstrangfistel gebildet. Die konnte nur operativ in der Klinik Kirchberg bei Holzkirchen entfernt werden.“

„Toni hat gute Aussichten, wieder der Alte zu werden“

Die Eselbesitzerinnen durften keine Zeit verlieren: Am 19. Januar stand die OP an, die mit Anspannung und voller Hoffnung verfolgt wurde. Am Ende gab es gute Neuigkeiten: Toni hat den Eingriff überstanden, es geht ihm gut. „Uns ist ein
Stein vom Herzen gefallen, wir sind sehr glücklich“, erzählt Elke. Einige Tage muss er zur Beobachtung noch in der Klinik bleiben. „Das Ärzteteam mag er nicht mehr so gerne“, sagt die Besitzerin lächelnd. „Er freut sich schon auf sein zuhause und auf die anderen Esel. Aber da muss er noch bisserl durchhalten.“ Selbst wenn Toni dann wieder im heimischen Stall fressen darf, die Nachsorge wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen.

Seit August 2020 setzen die beiden Besitzerinnen ihre Tiere im Rahmen der „Wanderwelten Chiemgau“ auch für Esel-Wanderungen ein. Zuspruch kommt dabei nicht nur von Familien mit Kindern. Ziel ist es gemeinsam mit dem Esel die Ruhe, die heimische Natur und die frische Luft zu genießen. Zusammen mit den Eseln werden die umliegenden Wälder, Moore und Wiesen erkundigt. Tamara Schweidler ist Sozialpädagogin mit dem Zusatz der Umwelt- und Erlebnispädagogik und sieht in den Eseln großes Potential für soziale Projekte: Im Sommer fand bereits ein zweiwöchiges Ferienprojekt auf dem Hof in Holneich (Lauter) statt, bei dem Kinder Landwirtschaft hautnah erleben konnten. Auch die Lebenshilfe ist regelmäßig am Hof zu Gast, um mit Pfeil und Bogen zu schießen und eine Blindengruppe hat sich schon zur Eselwanderung angemeldet.

„Esel sind nicht störrisch“, unterstreicht Tamara. „Sie sind nur sehr bedacht.“ Die Menschen könnten eine Menge von den Tieren lernen: „Je nach Laune sind die Esel eher langsam oder auch mal flotter unterwegs. Eine Eselwanderung soll aber grundsätzlich entschleunigend wirken und den Eselführer die Möglichkeit geben sich auf das Tier einzulassen. Geritten wird deshalb auf den Eseln nicht.“ Tamara und Elke freuen sich, dass auch Toni nach den ganzen Strapazen bald wieder bei den Wanderungen am Start sein wird. Geplant sind viele weitere Projekte für Jung und Alt. Zeit haben die beiden genug, denn Esel können bis zu
40 Jahre alt werden.

Crowdfunding Projekt „Esel Toni“ erfolgreich abgeschlossen

 

Projektverlauf und Updates

20.01.22 – Die OP am 19.01.2022 verlief erfolgreich!
Die Samenstrangfistel hatte sich auf der linke Seite bereits zu einem Abszess verkapselt. Die rechte Seite war voll mit Narbengewebe, welches entfernt wurde. Toni hat jetzt eine Tamponage in der Operationswunde, wegen evtl. Blutungen. Die Wunde bleibt offen und soll von innen nach außen verheilen.Toni geht es nach der ersten Nacht gut, er frisst, das Herz ist ok, und das entnommene Gewebe wurde eingeschickt um zu wissen mit welchen Bakterien wir es zu tun haben falls nochmal was ist.

05.02.22 – Toni ist wieder Zuhause!
Die Wunde verheilt offen, wird täglich 2x von uns gespült und Toni bekommt täglich Antibiotika. Unser Esel Toni wird langsam wieder der alte, spielt mit Apollo 13, frisst und ist aufmerksam. Bald darf er wieder an den Eselwanderungen teilnehmen. Wir freuen uns, wenn die Wunde weiterhin ohne Probleme verheilt und Toni wieder ganz gesund ist.

22.02.2022 – Die Fundingsumme von StartNext wurde ausgezahlt

1.969,74€ sind durch Spenden für Esel Toni zusammengekommen. Wir freuen uns riesig, dass uns so viele Menschen unterstützt und uns eine riesen Last von den Schultern genommen haben. Gespannt warten wir auf die Rechnung von der Klinik in Kirchberg.

01.03.2022 – Schlechte Nachrichten und weiteres Vorgehen

Tonis Behandlung ist immer noch nicht abgeschlossen, da die Wunde nach wie vor eitert und sich nicht schließt. Es hat sich Granulationsgewebe gebildet, dies ist eigentlich ein gutes Zeichen, gleichzeitig jedoch tritt aus der Operationswunde immernoch Eiter aus. Um auf Nummer sicher zu gehen und eine erneute Abszessbildung auszuschließen wird eine Probe vom Wundsekret genommen und ins Labor geschickt.

10.03.2022 – MRSA Keime

Das Labor bestätigt, dass sich in der Operationswunde MRSA Keime befinden. Die multiresistenten Keime sind gegen alle Antibiotika resistent. Wir fühlen uns hilflos. Die Anweisung der Klinik: weiterhin täglich die Wunde spülen, Handschuhe tragen, Fieber Messen.

20.03.2022 – Die Wunde ist zu!

Toni hat es geschafft! Die Wunde ist geschlossen, nicht geschwollen, Toni hat kein Fieber. Uns fällt ein Stein vom Herzen! Langsam gewinnt er auch wieder Vertrauen zu uns und fängt an zu kuscheln und zu spielen. Er ist auch wieder fester Bestandteil der Eselwanderungen und genießt die Sonne auf der Eselkoppel.

24.03.2022 – Die Rechnung der Klinik ist da!

2.020,01€ für die Operation, Medikamente und Tagesvisiten in der Klinik in Kirchberg. Wir können die Summe mit den Spendengeldern begleichen.

Danke! Ohne euch wäre das nie möglich gewesen!

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